logoblogg.de • Elektrische Zigarette 

Montag, 02.06.2008

Lebenszeichen




Liebe Ulla,

es ist nun bereits fast ein halbes Jahr vergangen seit dem Tag Deines Todes. Sei versichert, daß ich täglich an Dich denke ! Deine Liebe und Dein Lebensmut trotz schmerzvoller Diagnose sind lebendig und werden es bleiben, dessen bin ich mir sicher !
Du wirst es mir nachsehen, dass ich Deine Seite eine Weile ungepflegt gelassen habe, denn Du kennst mich ja schon etwas laenger und weisst ob meiner Staerken und Schwaechen.
Die Spammer sind vorerst wieder in die Tiefen der binaeren Abgruende gebannt, denke aber sie werden wieder auftauchen und mit einem mitfühlenden Laecheln zur Kenntnis genommen werden muessen ....
Ich war neulich an Deiner Ruhestatte , Du liegst so wie Du es gewünscht hast : in einem unaufgeräumten
Waldstück unter einem aufstrebenden Baum mit ein paar Mitbewohnern , die hoffentlich zu Dir passen ( falls Du diesen Ausdruck überhaupt noch verstehst .... )

Liebe Mamaaa, für heute schliesse ich unsere 0/1 Unterhaltung, wir sind ja eh in einem staendigen Kontakt , meine Dich des oefteren einmal ungeduldig scharren zu hoeren , wenn Dir etwas zu lange dauert.
Also mache es gut meine Liebe , bis bald auch auf Dieser Seite !
Einen lieben Gruß an Dich , Michael

PS Ihr lieben Mitleser , Bitte entschuldigt das spaete Saubermachen , ich werde sehen dass das nicht mehr so ueberhand nimmt. Ich finde das ist ein schoener Platz für unsere Gedanken und der sollte auch gepflegt werden.





Dienstag, 25.09.2007

Zwischenwelten....


...sind das jetzt, in denen ich mich befinde. Dank der bereits hohen Dosis an Morphinen fehlt doch oft schon der klare Durchblick und Zugang zur Realität. Der Heimleiter hier ist unglaublich liebevoll, genauso wie der Rest des Teams und erlaubt mir, euch hier an seinem PC eine kleine Mitteilung zu machen. Ich durchlebe die Zeit sehr ängstlich, will nach wie vor nicht sterben, werde aber täglich weniger, verliere unaufhaltsam an Gewicht. Habe Angst zu klammern, denn das ist sicher falsch, denke über Selbstmord nach, sehe andere Patienten, die viel näher "dran" zu sein scheinen. Erlebe meine Kinder und Freunde die sehr viel und intensiv für mich da sind. Ich werde ab heute noch eine Therapie eines Heilpraktikers analog zur Schulmedizin laufen lassen und stecke viel Gewicht in diese kleine Hoffnungsspur. Drückt auch ihr mir die Daumen, dass ich vielleicht noch einige heitere, fröhliche Tage haben werde. Bei allem Pech das ich mit dieser hässlichen Krankheit habe, ich bin dennoch umgeben von einer wunderbaren Gemeinschaft an Helfern, Therapeuten und eben meiner unmittelbaren Umgebung. Ich lebe in einem freundlichen Einzelzimmer, fast fühle ich mich hier schon zu Hause.....
Und das Wissen darum, das ihr hier so für mich da seid, läßt mich tief dankbar werden. Wir haben hier eine wunderschöne kleine Kapelle, da werde ich heute eine Kerze anzünden, und für eure Liebe danken!


Dienstag, 18.09.2007

Warten.....



Bin gerade mal für einige Minuten zuhause, brauche im Hospiz noch einige Dinge. Bin traurig, es geht mir nicht besonders gut. Bin ziemlich abgefüllt mit Morphinen und das klare Denken fällt schon schwer....
Sehr schön, euch zu haben, schön meine Kinder präsent zu wissen aber weniger schön ist es, das Ende so nah zu spüren. Ich bin sehr, sehr gut aufgehoben, voll tiefer Dankbarkeit darüber, aber dennoch macht mich z.B. der neue Ikea-Katalog einfach traurig, ich werde ihn nicht mehr brauchen......
Ich hab Waltraud, die mir mit Ihrem Wissen und Ihren Gedanken um das „Drüben“ so viele gute Auskünfte geben kann, ich bin fast ein wenig glücklich über mich selbst. Ich bin so voll Liebe, habe kaum mehr einen schlechten Gedanken und auch das fühlt sich sehr schön an. Vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm das Sterben.....
Ich weiß nicht, ob ich noch mal kommen werde, danke euch für alles und eure Liebe, es hat mir und tut mir über die Maßen gut !









Mittwoch, 22.08.2007

Es ist mal wieder so weit.....



....morgen gehe ich zum 3. Mal in die Palliativstation des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder. Wahrscheinlich muss meine Medikation heraufgeschraubt werden, ich habe wieder Schmerzen und fühle mich momentan gerade ganz und gar nicht gut. Fast freue ich mich darauf, denn das dortige Team ist einfach Spitze, weiß mit den Patienten umzugehen, weiß zu trösten und weiß zu handeln! Ich bin da richtig gerne, hoffe nur, dass es nicht schon der endgültige Schritt ins Hospiz sein wird. Obwohl es tatsächlich mittlerweile Zustände gibt, in denen ich mir nicht mehr vorstellen kann, dass das noch mal besser wird und ich weiß sehr wohl, dass ich mich jetzt nur noch mit Morphinen über Wasser halte, die ja leider auch ganz abscheuliche Nebenwirkungen haben.
An Frankreich denke ich mit tiefer Dankbarkeit, es war einfach nur schön! Wenn man sich doch nur den Geruch und die Geräusche des Meeres mitnehmen könnte! Und es macht mich so glücklich, dass auch meinem Sohn die Tage so sehr gut gefallen haben. Und es ist einfach so schön zu wissen, dass man dort wirkliche, ehrliche Freunde sitzen hat, die man leider viel, viel zu selten sehen kann!
Mein Geburtstag war auch wunderschön, es war eine lustige und harmonische Feier. Ich habe es sogar geschafft, wie in alten Zeiten ordentlich zu kochen, es gab afrikanisches auf der ganzen Linie und obwohl ich hauptsächlich Gäste von weiter her hatte, dauerte das Fest doch ganz schön lange. Wir konnten im Garten sitzen, es war warm und urgemütlich. Da möchte ich mich auch noch herzlich für eure Glückwünsche hier bedanken!
Ich hoffe, dass ich bald wieder zurück bin und es dann noch ein Stückchen weiter gehen wird mit mir und meinem kleinen Leben!



Das ist die schöne und zauberhafte Tochter meiner Freundin aus Berlin, die auch zu meinem Geburtstag gekommen waren.




Montag, 13.08.2007

Nachdenkliches



Bald habe ich Geburtstag. Nichts Rundes, nichts Spektakuläres, einfache 62 werde ich.... Aber das erste Mal mit dem Bewusstsein, nicht wesentlich älter zu werden. Ja, ich bin schon ein Kämpfer, denn einige Monate habe ich dem Tod schon abgerungen, zumindest gegenüber dem einen Arzt, der mit mir im Februar nur noch über Wochen sprach, die sind zumindest schon mal vorbei...
Was wünscht sich ein Mensch, der auf diese Art Geburtstag feiert? Ja, ich will ihn tatsächlich feiern, dem Leben zeigen, dass ich noch dazu gehöre, mit ein paar Freunden, ganz ruhig und ganz still. Oder noch eine interessante Frage, was schenkt man einem Menschen, der bald über den Jordan zu gehen hat?
Ich bekomme in letzter Zeit oft zu hören, dass wir alle sterben müssten.... Das ist wohl wahr und ich fühle mich weiß Gott als nichts Besonderes, dass sich bei mir die Zeit eben etwas genauer eingrenzen lässt..... Aber das Leben mit dem Wissen um den bevorstehenden Tod hat einfach nicht einen Deut mehr mit dem zu tun, als wie wenn man sorglos dem Exit entgegendämmert..... Die Ängste sind gewaltig, die Frage danach, wo die Psyche produziert oder wo der Tumor, wird immer größer und bedeutender im Raum stehen.... Deshalb stelle ich das Verständnis dem gegenüber etwas infrage, der seinen Sensenmann schon vor der Tür stehen hat.
Und schon weiß ich es, was ich mir wünsche: Ein kleines Säckchen voller Liebe soll es sein, ein paar Streicheleinheiten und kleine Mutmacherchen.....und natürlich Freundschaft, die diese Belastung aushalten kann. Ja, das wünsche ich mir und wer weiß, vielleicht werde ich damit sogar noch 63 ?!?! Und dann will ich doch noch mal ans Meer, nach Prag, Paris oder Budapest..... Von mir aus könnte es genauso gehen! Oder etwa nicht?!




Sonntag, 05.08.2007

Merci - Merci - Merci !!!


Seit Freitag Nacht sind wir zurück. Ein bisschen unvernünftig die Strecke von mehr als 1300km an einem Stück nach Hause zu fahren, dementsprechend ging es mir nicht besonders gut die letzten Tage, aber langsam scheint sich auch das wieder einzuspielen und ich muss nicht gleich wieder – wie schon befürchtet – ins Krankenhaus.
Vielen lieben Dank Annemarie und Johann für einen wunderbaren Abend und ein schönes Frühstück, es war traumhaft, euch mal dort zu erleben, wo ihr lebt, wenn ihr nicht gerade die Welt bereist!



von l nach r: Michael, Johann, Annemarie


Vielen Dank an Françoise, Philippe, Alexandre und Michael! Ihr habt mir unvergessliche Tage beschert! Ich habe selten so harmonische und glückliche Tage
verlebt! Hab’ mein heiß geliebtes Meer wieder sehen dürfen, dort wo es besonders schön ist, hab’ wunderbare Gespräche führen können, fühlte mich so sehr geborgen in aller Freundschaft bei wunderbaren Menschen. Auch besonders in dem Zusammensein mit meinem Sohn, das meist sehr friedlich und konstruktiv verlief. Kann man etwas Schöneres erzählen? Ich werde bald mehr von diesem herrlichen Urlaub berichten, für heute möchte ich nur sehr, sehr innig DANKE sagen, danke auch an euch, die ihr mir hier so lieb und schützend zur Seite steht!



von l nach r: Alexandre, Françoise, Philippe und Michael... Und für Neugierzipfel sei hier noch angemerkt: In dem Topf sind wunderbare, köstliche Muscheln gewesen!!


Dienstag, 17.07.2007

„Einen Cheeseburger bitte.....“


werde ich bei der drallen jungen Dame bei MacDonalds gleich bestellen.... „und interessiert es Sie so ganz nebenbei auch noch, dass ich inoperablen Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Lebermetastasen habe?“ Ich schon durch's Raster durch bin,was Lebenserwartung betrifft? Ich eigentlich mit so einer pupsnormalen Bestellung gar nicht mehr umgehen kann? Sich mein Leben um mehrere 100° gedreht und gewandelt hat, geschüttelt und geshakt hat????? Gedanken rasen im Sauseschritt, ich habe eine Heidenangst, alles nicht mehr rechtzeitig zu Ende zu denken.....!
Fast fühle ich mich tatsächlich überfordert! Ich glaube aber trotzdem mal, die haben mich in der Palliativstation so gut hinbekommen, dass ich mir die zwei Wochen La Rochelle nun zutraue, zumindest liegt hier das Wörterbuch auf dem Tisch bereit und meine Lieblings-CD’s fürs Auto sind auch schon zusammengestellt..... Ja Leute, wir fahren tatsächlich am Donnerstag, wenn nun wirklich nichts mehr dazwischen kommt nach Frankreich. Einen kleinen Stopp in der Schweiz wird’s auch noch geben, auf den ich mich auch ganz besonders freue, nur fast traurig bin, dass die beiden Enden sich nicht kennen lernen werden.....
Mein Sohnemann wird bei mir sein, ich hoffe, alles wird gut gehen für ihn und für mich! Aber ich bin guter Dinge, mein Töchterlein hat sich heute auch schon ganz lieb von mir verabschiedet, irgendwie habe ich trotz aller ängstlichen und gesundheitlichen Schwierigkeiten das Gefühl, dass da eine wunderbare Zeit vor mir liegt mit viel Liebe und Freundschaft.
Ich weiß, dass mich eure Gedanken begleiten werden, ich weiß, dass es die meisten von euch auch nur mit wirklich überwiegend positiven Gedanken tun werden!
Soll ich tatsächlich so vermessen sein und euch noch ein paar nette, französische Bilderchen versprechen???
;-)))
Ich sag’s euch: Ich werde tun, was ich kann, das verspreche ich! Ich habe euch alle sehr lieb, bin so froh, dass es euch gibt und mittlerweile glaube ich schon fast daran, dass wir uns dann in etwa 2 – 3 Wochen hier wieder hören und sehen werden! Ich war übrigens heute arbeiten, habe eine neue eingearbeitet, war gestern Nachmittag aus der Klinik entlassen worden und morgen gehe ich noch einmal ins Büro und mein Chef hat wieder betont, dass ich jederzeit nach dem Urlaub kommen darf, wann immer ich will und kann.... Ein durch und durch feiner Mensch!

Alles, alles Liebe und so ein dickes Dankeschön für all’ eure Unterstützung und Freundschaft!



Jetzt kann ich mich schon richtig freuen! Frankreich und du schönes Meer: Ich komme!


Samstag, 07.07.2007

Tatsachen....


Hallo ihr lieben Menschen! Ich bin recht zufrieden, gerade mal die Kraft zu haben euch zu schreiben! Ich muss euch einfach sagen wie sehr mir euer Zuspruch hilft, ich eure Gedanken spüre und sie mir gut tun!
Nein, ich hatte im Krankenhaus kein Internet, hab’s ehrlich gesagt auch nicht sonderlich vermisst, weil ich staunend damit beschäftigt war, zu erleben, dass es in Deutschland doch noch Einrichtungen für Kranke und vor allem für alte Kranke gibt, die sehr, sehr liebevoll und ganz im Sinne des Patienten geführt werden. Ich hatte sehr gute eineinhalb Wochen auf der Palliativstation der Barmerzigen Brüder in München, es ging mir täglich besser und ich war tatsächlich fast schmerzfrei! Nun bin ich seit Mittwoch wieder zuhause, Donnerstag und Freitag habe ich gearbeitet und es geht mir inzwischen wieder schlechter denn je!!! Wahrscheinlich liegt es an der Geborgenheit des Krankenhauses, dass man sich da wohler, sicherer und gesünder fühlt, jetzt jedenfalls, wo ich wieder alleine bin, rechne ich jeden Moment mit meinem Tod! Das klingt recht dramatisch, hat aber für mich an Schrecken verloren, es geht mir mittlerweile so mies, dass ich einfach auch nicht mehr kämpfen mag! Nicht einmal mehr Frankreich holt mich aus der Reserve! Was ist denn Frankreich, ohne etwas essen zu wollen? Mittlerweile wird mir nur beim Anblick meiner Medikamente schon schlecht, gegessen habe ich seit 3 Tagen so gut wie nichts mehr.... Ich krieg’ einfach nichts runter. Wäre zu bemerken, dass ich gerade Idealgewicht habe, in ein paar Tagen werde ich sicher schon klappern.....
Gestern war eine Freundin bei mir, der ich so unwahrscheinlich gerne zuhöre! Ich kann’s nicht erklären warum, aber sie hat mir gestern zumindest für den Moment das Vertrauen zu mir selbst gegeben. Sie hat mich aufgeordert, meine Krankheit genauer anzuschauen, um mir dadurch vielleicht Erleichterung in den Schmerzen zu verschaffen. Ich weiß halt nur nicht so recht wie man das macht..... Ach wisst ihr, ich bin – glaube ich – jetzt einfach bereit, abzutreten! Irgendwie glaube ich ja neuerdings an die neue Ebene und meinen Schutzengel habe ich ja auch schon getroffen, mit dem gehe ich sicher gerne mit! Und ich hatte in letzter Zeit doch viel Feedback, hier und in meinem Freundeskreis! Der neue Kontakt mit meinen Kindern ist so wunderbar! Aber trotz Morphinen spricht mein Körper eine klare Sprache mit mir und ich werde versuchen, schnellstmöglich wieder in dieses Krankenhaus zurückzukommen. Ich wollte euch jetzt nicht erschrecken oder traurig machen, es ist einfach der Lauf der Welt, den ich zwar jetzt auch erst einmal ganz schön traurig finde, aber seit ich fast sicher bin, dass wir uns auf irgendeine Art wiedersehen werden, auch nicht mehr überbewerten will!
Vielleicht komme ich ja doch noch mal zurück zu diesem Blog, vielleicht klappt Frankreich doch noch.... Nur im Moment, im Moment habe ich eine tiefe Todessehnsucht.....



Die Versöhnung mit meinen wunderbaren Kindern war ein so wichtiger Schritt für mich!!


Samstag, 23.06.2007

Eine seltsame Begegnung




Eigentlich kann ich kaum mehr richtig laufen, ich eiere nur noch so vor mich hin. Mein Arzt und ich haben die Schmerzen einfach noch nicht in den Griff bekommen! Bei manchen Mitteln stirbt alles ab, die Finger, die Füße, die Sprechfähigkeit – nur die Bauch- und Rückenschmerzen bleiben hartnäckig.... Bei wieder anderen Mitteln tut sich reineweg gar nichts.... Ich muss zur Bank, denn ab Montag soll ich nun in die Palliativstation, es ist ein Bett frei für mich – wahrscheinlich starb da jemand heute Morgen, denn der Arzt rief mich so halbwegs mitten in der Nacht an.... Irgendwelche Haustreter brauche ich auch noch und es ist schon schlimm, welche unglaubliche Mühe mir diese Gänge plötzlich bereiten. Ich nehme kaum wahr, dass ich durch München laufe, durch mein heißgeliebtes Schwabing, überall exotische Geschäfte, tolle Kneipen – es lässt mich ziemlich unberührt und ich stapfe konzentriert vor mich hin, um nicht zu fallen, ja auch nicht um umzufallen, es ist mir schwammig und schlecht, ich habe ja auch absolut keinen Appetit mehr auf all’ die leckeren Sachen um mich herum. Meist habe ich einen dichten Tränenschleier vor den Augen, bin jetzt einfach nur noch mürbe.... Plötzlich merke ich, dass ich fest angeschaut werde. Ein braun gebrannter älterer Herr mit langen grauen Haaren lächelt mir offen ins Gesicht. Ich grinse zurück und in diesem Moment schießt es mir durch den Kopf: Das ist dein Schutzengel, der wird dich abholen..... Ich wende den Blick ab wie immer, wenn ich verlegen werde. Ich gehe aber so langsam, weil ich einfach nicht mehr schneller kann, dass ich noch mal zu dem Mann hinschaue, er lächelt fest und sehr freundlich, irgendwie anders als ein normaler Mensch..... Haben die Medikamente mich jetzt schon ein bisschen gagga gemacht?? Am liebsten würde ich gleich mitgehen! Ist es mein Engel? Wenn ja, dann ist er genau nach meinem Geschmack!!
Irgendwie habe ich ja noch im Hinterkopf, dass ich nach Frankreich ans Meer möchte. Aber ich kann die Schmerzen nicht mehr ertragen.... Haltet mir die Daumen, dass die das jetzt hinbekommen und ich noch mal ans Meer kann!! Einen Vorteil hat das Krankenhaus: Ich werde nicht so oft alleine sein!



Meine beste Freundin an einer mystischen Quelle mit Wunschbaum. Ich hab' zwar das Foto gemacht, aber weder meine Hände in dem Wasser gewaschen, noch ein Bändelchen mit meinem Wunsch aufgehängt. Das hab' ich jetzt davon....



Donnerstag, 14.06.2007

Unglaublich....


...was sich die Telekom so leistet.... Nach 6 Wochen Wartezeit kann ich zwar seit gestern endlich mal wieder telefonieren, aber Zugangsdaten für's Internet haben die Säcke mir auch immer noch nicht geschickt.... Trostloser Service in Deutschland!!! Die Rechnungen für ungeleistete Dienste habe ich natürlich längst.....
Wahrscheinlich kann ich den Start ins Internet dann gar nicht mehr genießen, es geht mir täglich schlechter, die Schmerzen sind langsam so, dass ich es wohl nicht mehr lange ohne Palliativstation im Krankenhaus schaffe....
Ich bin tatsächlich ganz schön traurig.... will ich doch einfach noch ein bisschen da bleiben... Aber nach 75 sieht das im Augenblick leider nicht aus...
Liebe Grüße an euch!